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Zertifizierter Lehrlingscoach

Dieser zertifizierte Lehrgang richtet sich an Lehrlingsausbilder*innen, die in der operativen Lehrlingsausbildung verantwortlich sind und stellt eine qualifizierte Weiterbildung in den Bereichen Methodik, Didaktik, Pädagogik, Kommunikation, Konfliktmanagement und Teamentwicklung dar – speziell im Umgang mit Jugendlichen.


Der Lehrgang ist im Rahmen der Ausbilder*innenförderung mit 75 % der Kosten förderbar. Details siehe unter Kosten/Fördermöglichkeiten.


Der Lehrgang erstreckt sich über insgesamt 54 Unterrichtseinheiten (UE), die sich in 42 Präsenzstunden und 14 Stunden Selbststudium/Prüfungsvorbereitung aufteilen. Die Lehrgangsmodule werden in 3 Blöcken zu je 1,5 Tagen absolviert. Der 6. Tag ist Prüfungstag.


Zielgruppe


Dieser Lehrgang richtet sich an Lehrlingsausbilder*innen, die im operativen Bereich der Lehrlings­ausbildung Führungsaufgaben und –verantwortung ausüben und übernehmen.

Ausbilder*innen sehen sich einerseits mit der ständigen Vermittlung von Fachwissen an junge Menschen und deren Leistungsförderung konfrontiert, andererseits aber auch mit deren persönlicher Entwicklung in allen Facetten, die Jugendliche in verschiedenen Alterstufen üblicherweise sehr ähnlich durchschreiten.

Um junge Lehrlinge in diesen Entwicklungsprozessen zu unterstützen, reicht die gesetzlich verankerte Qualifizierung zum/r Lehrlingsausbilder*in oft nicht mehr aus. Genau hier soll die Qualifizierung zum „Zertifizierten Lehrlingscoach“ ansetzen, um die jungen Menschen nicht „nur“ fachlich, sondern auch in ihrer persönlichen Entwicklung bestmöglich fördern zu können.


Zertifizierung nach ISO 17024


Bei der Personenzertifizierung nach ISO 17024 handelt es sich um ein international anerkanntes Verfahren zur Bestätigung von Kompetenzen, wobei diese als anwendbare und beherrschte Fertigkeiten definiert werden.


Demnach wird den jeweiligen Zertifikatsinhaber*innen bestätigt, in der Lage zu sein, die folgenden Kompetenzen bzw. Fertigkeiten anwenden:


  • Begleitung und Coaching von jugendlichen Personen, Gruppen und Teams

  • Individuelle und optimale Förderung von Jugendlichen

  • Situative Anwendung von Techniken und Instrumenten in allen relevanten Kompetenzbereichen

  • Konzeption, Gestaltung, Umsetzung und Qualitätssicherung von Ausbildungsabläufen

  • Umgang mit Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen, Ansprüchen, ethnischen und kulturellen Hintergründen

Dadurch wird ein maßgeblicher Unterschied zu anderen Qualifikationsnachweisen wie z.B. Teilnahmebestätigungen erreicht, welcher ausschlaggebend für die gegebene hohe Wertigkeit und weitreichende Akzeptanz der Zertifikate nach ISO 17024 Personenzertifizierung ist.


Voraussetzungen


Folgende Vorbedingungen gelten für die Zertifizierung:


Ausbildung und berufliche Praxis

Eine abgeschlossene Ausbildung (Lehrabschluss, BMS, BHS, Studium o.Ä.) und eine mind. zweijährige Tätigkeit als Lehrlingsausbildner/in mit Prüfung.


Befähigung zum/zur Lehrlingsausbilder*in

Ausbilder*innen-Prüfung bzw. absolvierter Ausbilder*innen-Kurs (mind. 40 UE) gemäß §§ 29a und 29g Berufsausbildungsgesetz.


Absolvierung des Lehrgangs "Zertifizierter Lehrlingscoach" im Ausmaß von 54 Unterrichtseinheiten (mindestens 75% Anwesenheit erforderlich)

Im Zuge des Lehrganges ist von jedem/r Teilnehmer*in ein Fallbeispiel aus dem beruflichen Umfeld auszuarbeiten. Das Thema muss mit dem/der Lehrgangsleiter*in besprochen und von ihm/ihr freigegeben werden.


Der Lehrgang schließt mit einer dreiteiligen Prüfung als Basis zur Zertifizierung ab:


Präsentation eines Fallbeispiels aus dem Unternehmen/der Institution

Das Fallbeispiel ist mit Hilfe von Visualisierungen (Folien, Flip Charts etc.) und einer schriftlichen Ausarbeitung (Handout) von 2-3 Seiten zu präsentieren. Die Präsentation muss den im Lehrgang vermittelten Anforderungen an Präsentationen entsprechen und dauert ca. 10 bis 15 Minuten.


Fachgespräch (mündliche Prüfung)

Nach der Präsentation werden von dem/der Prüfer*in Verständnisfragen zum präsentierten Fallbeispiel sowie zum Inhalt der Weiterbildungen gestellt. Diese sind zu dokumentieren und die Antworten hinsichtlich ihrer Richtigkeit in Bezug auf das Erkennen und Verknüpfen von Zusammenhängen einzelner Lehrinhalte zu bewerten.


Schriftliche Prüfung

Die schriftliche Prüfung wird auf Basis eines Multiple-Choice-Tests durchgeführt und umfasst mindestens 20 Fragen zu den Themengebieten der Ausbildung, die aus einer vordefinierten Liste entnommen werden. Mindestens 60 Prozent der Fragen müssen richtig beantwortet werden.

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